Wenn die Natur erwacht, werden auch Zecken aktiv
Mit den ersten warmen Tagen zieht es viele Menschen wieder nach draußen – Spaziergänge, Gartenarbeit, Fahrradtouren oder Urlaube in der Natur stehen auf dem Programm. Gleichzeitig beginnt jedoch auch die Zeit, in der Zecken besonders aktiv sind.
Die kleinen Parasiten sind in Deutschland weit verbreitet und können Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen. Mit dem richtigen Wissen lässt sich das Risiko jedoch gut einschätzen und deutlich reduzieren.
Aktuelle Zahlen zeigen: Erkrankungen kommen vor, bleiben aber selten schwer
Nach Angaben des Statistisches Bundesamt (Destatis) gab es im Jahr 2024 insgesamt 24 Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit durch Zecken übertragenen Krankheiten.
Dabei entfielen:
- 15 Todesfälle auf Borreliose
- 9 Todesfälle auf FSME
Zum Vergleich: Im Jahr 2023 wurden 10 Todesfälle durch Borreliose und 9 durch FSME registriert.
Auch wenn solche Verläufe selten sind, zeigen die Zahlen, dass ein bewusster Umgang mit Zecken sinnvoll ist – besonders bei häufigen Aufenthalten im Freien.

Viele Aktivitäten im Grünen bleiben unproblematisch
Wichtig ist: Die meisten Begegnungen mit Zecken verlaufen ohne Folgen. Selbst ein Zeckenstich führt nicht automatisch zu einer Erkrankung.
Trotzdem lohnt es sich, aufmerksam zu sein – vor allem bei:
- Wanderungen und Spaziergängen durch Wald und Wiesen
- Gartenarbeit
- Camping- und Outdoorurlauben
- Spielen im Grünen, insbesondere bei Kindern
Ein kurzer Check nach dem Aufenthalt im Freien reicht oft schon aus, um auf der sicheren Seite zu sein.
FSME und Borreliose einfach erklärt
Die beiden wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten unterscheiden sich deutlich:
- Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die meist gut behandelbar ist, wenn sie früh erkannt wird
- FSME ist eine Virusinfektion, gegen die es keine ursächliche Therapie gibt – jedoch eine vorbeugende Impfung
Im Jahr 2024 kam es zudem zu rund 850 stationären Krankenhausbehandlungen aufgrund von FSME, was zeigt, dass die Erkrankung in Einzelfällen schwerer verlaufen kann.

Gut geschützt unterwegs: Einfache Maßnahmen für den Alltag
Wer viel draußen unterwegs ist, kann mit ein paar einfachen Gewohnheiten viel für den eigenen Schutz tun:
- Helle, möglichst geschlossene Kleidung tragen
- Insektenschutzmittel verwenden
- Nach dem Aufenthalt im Grünen den Körper absuchen
- Zecken möglichst schnell entfernen
- Bei Aufenthalten in Risikogebieten über eine FSME-Impfung nachdenken
Diese Maßnahmen lassen sich problemlos in den Alltag integrieren und sorgen für ein gutes Gefühl bei Outdoor-Aktivitäten.
Fazit: Die Natur genießen – mit einem guten Gefühl
Frühling und Sommer sind die perfekte Zeit, um draußen aktiv zu sein. Zecken gehören zwar zur Natur dazu, stellen aber mit dem richtigen Umgang kein großes Hindernis dar.
Wer informiert ist und einfache Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann die warme Jahreszeit unbeschwert genießen – ob im eigenen Garten, beim Ausflug ins Grüne oder im Urlaub.
Titel-Foto© Adobe Stock – Wolfilser
