Die Elektromobilität gewinnt in Europa weiter an Bedeutung. Im Jahr 2025 erreichten rein elektrisch betriebene Pkw einen neuen Höchststand bei den Neuzulassungen in der Europäischen Union. Doch was bewegt immer mehr Menschen dazu, sich für ein Elektroauto zu entscheiden? Welche Vorteile bietet der elektrische Antrieb im Alltag und welche Bedenken halten andere Autofahrer noch vom Umstieg ab? Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, wie sich der europäische Automarkt verändert.
Elektroautos erreichen 2025 einen neuen Höchststand
Elektroautos gehören längst zum alltäglichen Straßenbild. Ob kompakter Stadtwagen, geräumiges Familienauto oder leistungsstarke Limousine – inzwischen bieten zahlreiche Hersteller elektrisch angetriebene Fahrzeuge für ganz unterschiedliche Bedürfnisse an.
Dass sich die Elektromobilität zunehmend etabliert, zeigen auch die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Nach Ergebnissen der europäischen Statistikbehörde Eurostat hatten rein elektrisch betriebene Pkw im Jahr 2025 einen Anteil von 17,3 Prozent an allen Neuzulassungen in der Europäischen Union.
Damit war mehr als jeder sechste neu zugelassene Pkw ein reines Elektroauto. Gleichzeitig erreichte der Anteil elektrisch betriebener Neuwagen einen neuen Höchststand.
Die Zahlen verdeutlichen, dass sich der europäische Automarkt mitten in einem Wandel befindet. Während Fahrzeuge mit klassischem Verbrennungsmotor weiterhin eine wichtige Rolle spielen, gewinnen elektrische und elektrifizierte Antriebe zunehmend an Bedeutung.
Welche Antriebsarten entscheiden das Rennen um die Neuzulassungen?
Ein genauer Blick auf die Verteilung der Neuzulassungen zeigt, wie unterschiedlich die Antriebstechnologien im europäischen Automarkt vertreten sind.

Besonders auffällig ist der hohe Anteil der Hybridfahrzeuge. Mit 42,4 Prozent entfielen im Jahr 2025 mehr als vier von zehn Neuzulassungen auf diese Antriebsart.
Hybridautos kombinieren einen Verbrennungsmotor mit einem elektrischen Antrieb. Je nach Technologie kann der Elektromotor den Verbrennungsmotor unterstützen oder das Fahrzeug zeitweise eigenständig antreiben. Plug-in-Hybride lassen sich zusätzlich über eine externe Stromquelle aufladen.
Für viele Autofahrer stellen Hybridfahrzeuge eine Alternative zum klassischen Verbrenner dar, da sie elektrische Antriebstechnik nutzen, ohne vollständig auf einen Benzin- oder Dieselmotor zu verzichten.
Reine Benzinfahrzeuge kamen auf einen Anteil von 27,3 Prozent, während Dieselfahrzeuge mit 9,8 Prozent deutlich seltener neu zugelassen wurden. Andere Antriebsarten, beispielsweise Flüssig- oder Erdgas, spielten nur eine untergeordnete Rolle.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Hybridfahrzeugen und reinen Elektroautos: Ein Hybrid besitzt weiterhin einen Verbrennungsmotor. Ein vollelektrisches Auto wird dagegen ausschließlich von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben und benötigt keinen Kraftstofftank für Benzin oder Diesel.
Die aktuellen Zahlen beziehen sich außerdem auf die Neuzulassungen. Sie beschreiben also, für welche Antriebsarten sich Käufer neuer Fahrzeuge im Jahr 2025 entschieden haben, und nicht den Anteil von Elektroautos am gesamten europäischen Fahrzeugbestand.

Warum entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Elektroauto?
Die Entscheidung für ein Elektroauto hat unterschiedliche Gründe. Während für manche Menschen Umweltaspekte im Vordergrund stehen, interessieren sich andere vor allem für die Fahreigenschaften, die laufenden Kosten oder die Möglichkeit, ihr Fahrzeug bequem zu Hause aufzuladen.
Auch die persönliche Lebenssituation spielt eine wichtige Rolle. Ein Pendler, der täglich dieselbe Strecke zurücklegt, hat andere Anforderungen an ein Auto als eine Familie, die regelmäßig mit viel Gepäck in den Urlaub fährt.
Die Elektromobilität bietet für beide Situationen interessante Möglichkeiten, allerdings müssen Fahrzeug, Reichweite und Ladebedingungen zum jeweiligen Alltag passen.
1. Ein besonderes Fahrgefühl: leise, direkt und komfortabel
Wer zum ersten Mal ein Elektroauto fährt, bemerkt häufig sofort den Unterschied zu einem klassischen Verbrenner.
Ein Elektromotor stellt sein Drehmoment unmittelbar zur Verfügung. Das bedeutet, dass ein Elektroauto beim Beschleunigen ohne die für viele Verbrenner typischen Schaltvorgänge auskommt und sehr direkt auf das Fahrpedal reagiert.
Besonders im Stadtverkehr macht sich diese Eigenschaft bemerkbar. Das Fahrzeug fährt sanft an, beschleunigt gleichmäßig und lässt sich komfortabel bewegen.
Auch die geringe Geräuschentwicklung trägt zum Fahrkomfort bei. Da ein Elektroauto keinen laufenden Verbrennungsmotor besitzt, entfallen das typische Motorengeräusch und ein großer Teil der damit verbundenen Vibrationen.
Gerade bei längeren Fahrten kann die ruhigere Geräuschkulisse als angenehm empfunden werden.
Hinzu kommt die sogenannte Rekuperation. Dabei gewinnt das Fahrzeug beim Verzögern einen Teil seiner Bewegungsenergie zurück und speist diese als elektrische Energie in die Batterie ein.
Bei vielen Elektroautos lässt sich dadurch ein großer Teil der alltäglichen Verzögerung über das Fahrpedal steuern. Je nach Fahrzeug und Fahrsituation wird die mechanische Bremse seltener benötigt.
Für viele Menschen ist dieses komfortable und gleichzeitig direkte Fahrgefühl ein wichtiger Grund, sich für einen elektrischen Antrieb zu entscheiden.
2. Zu Hause laden statt regelmäßig zur Tankstelle fahren
Ein weiterer Vorteil, der für viele Elektroautofahrer besonders im Alltag interessant ist, ist das Laden zu Hause.
Wer über einen eigenen Stellplatz mit geeigneter Lademöglichkeit verfügt, kann sein Fahrzeug beispielsweise über Nacht aufladen.
Das Auto steht ohnehin mehrere Stunden auf dem Parkplatz und ist am nächsten Morgen wieder für die täglichen Fahrten bereit. Der regelmäßige Besuch einer Tankstelle entfällt damit weitgehend.
Besonders attraktiv kann diese Möglichkeit für Eigenheimbesitzer sein, die bereits über eine Photovoltaikanlage verfügen.
Wird ein Teil des selbst erzeugten Solarstroms direkt zum Laden des Elektroautos genutzt, lassen sich die Stromkosten für den Fahrzeugbetrieb unter günstigen Bedingungen weiter reduzieren.
Allerdings hat nicht jeder Autofahrer die Möglichkeit, eine eigene Wallbox zu installieren. Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt oder keinen festen Stellplatz besitzt, ist möglicherweise auf öffentliche Ladesäulen angewiesen.
Ob ein Elektroauto im Alltag besonders komfortabel ist, hängt deshalb auch davon ab, wie unkompliziert sich das Fahrzeug regelmäßig laden lässt.

3. Niedrigere laufende Kosten können den Umstieg attraktiv machen
Neben dem Fahrkomfort spielen finanzielle Überlegungen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für ein neues Auto.
Bei Elektroautos können insbesondere die Energie- und Wartungskosten interessant sein.
Ein Elektromotor arbeitet effizienter als ein klassischer Verbrennungsmotor. Ein größerer Teil der eingesetzten Energie wird tatsächlich für den Antrieb des Fahrzeugs genutzt.
Wie hoch die Energiekosten pro Kilometer ausfallen, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören der Strompreis, der tatsächliche Verbrauch des Fahrzeugs und die Frage, ob überwiegend zu Hause oder an öffentlichen Schnellladesäulen geladen wird.
Wer zu günstigen Konditionen zu Hause lädt, kann unter Umständen deutlich weniger für die benötigte Energie ausgeben als bei einem vergleichbaren Benzin- oder Dieselfahrzeug.
An öffentlichen Schnellladesäulen können die Strompreise dagegen erheblich höher sein. Deshalb lohnt es sich, vor der Anschaffung eines Elektroautos die eigenen Lademöglichkeiten und die damit verbundenen Kosten zu prüfen.
Auch bei der Wartung gibt es Unterschiede.
Ein reines Elektroauto benötigt beispielsweise keinen regelmäßigen Motorölwechsel. Ebenso entfallen bestimmte Bauteile und Wartungsarbeiten, die bei klassischen Verbrennungsmotoren notwendig sind.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Elektroautos grundsätzlich wartungsfrei sind. Reifen, Bremsen, Fahrwerk, Klimaanlage und weitere Fahrzeugkomponenten müssen weiterhin kontrolliert und bei Bedarf instand gesetzt werden.
Ob ein Elektroauto über die gesamte Nutzungsdauer günstiger ist, hängt letztlich vom Kaufpreis, der jährlichen Fahrleistung, den Energiepreisen, dem Wertverlust und den individuellen Wartungs- und Versicherungskosten ab.
4. Umwelt- und Klimaschutz als wichtige Entscheidungskriterien
Auch der Wunsch nach einer umweltfreundlicheren Mobilität kann bei der Anschaffung eines Elektroautos eine entscheidende Rolle spielen.
Ein reines Elektroauto verursacht während der Fahrt keine direkten Abgasemissionen. Anders als bei einem Benzin- oder Dieselfahrzeug entstehen am Fahrzeug selbst keine CO₂-Emissionen durch die Verbrennung von Kraftstoff.
Gerade in Städten kann sich dies positiv auf die lokale Luftqualität auswirken.
Für eine vollständige Umweltbilanz muss jedoch der gesamte Lebenszyklus eines Fahrzeugs betrachtet werden.
Dazu gehören die Gewinnung der benötigten Rohstoffe, die Herstellung des Autos und seiner Batterie, die Bereitstellung der elektrischen Energie sowie die spätere Verwertung des Fahrzeugs.
Insbesondere die Produktion der Antriebsbatterie benötigt Energie und Rohstoffe. Daher ist die Herstellung eines Elektroautos nicht automatisch umweltfreundlicher als die eines vergleichbaren Verbrenners.
Während der Nutzungsphase können Elektroautos ihren anfänglichen Nachteil bei den Herstellungsemissionen jedoch ausgleichen. Wie groß der Klimavorteil über die gesamte Lebensdauer ausfällt, hängt unter anderem vom Strommix, der Fahrzeuggröße und der gefahrenen Strecke ab.
Wird das Auto überwiegend mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen, verbessert sich seine Klimabilanz zusätzlich.
Für Menschen, die ihren persönlichen CO₂-Fußabdruck beim Autofahren reduzieren möchten, kann ein Elektroauto deshalb eine interessante Entscheidung sein.
5. Immer mehr Modelle für unterschiedliche Bedürfnisse
Noch vor einigen Jahren war die Auswahl an reinen Elektroautos vergleichsweise überschaubar.
Inzwischen gibt es Elektrofahrzeuge in zahlreichen Größen und Fahrzeugklassen. Neben kleinen Stadtflitzern stehen auch geräumige Familienautos, Kombis, SUVs und Fahrzeuge mit hoher Anhängelast zur Verfügung.
Dadurch können immer mehr Autofahrer ein Elektroauto finden, das zu ihren persönlichen Anforderungen passt.
Für Familien ist beispielsweise entscheidend, dass ausreichend Platz für Kinder, Gepäck und Freizeitaktivitäten vorhanden ist.
Wer sein Fahrzeug hauptsächlich für den Arbeitsweg nutzt, legt möglicherweise mehr Wert auf einen niedrigen Verbrauch und kompakte Abmessungen.
Auch das Angebot an Elektroautos auf dem Gebrauchtwagenmarkt wird für Kaufinteressenten zunehmend relevant. Damit ist die Entscheidung für einen elektrischen Antrieb nicht mehr ausschließlich an den Kauf eines Neuwagens gebunden.
Trotz der größeren Modellauswahl lohnt es sich, genau zu vergleichen. Reichweite, Platzangebot, Ladegeschwindigkeit und Anschaffungskosten können sich zwischen einzelnen Fahrzeugen erheblich unterscheiden.
Welche Bedenken haben Menschen gegenüber Elektroautos?
Trotz der zunehmenden Verbreitung gibt es weiterhin Autofahrer, die einem Umstieg auf Elektromobilität skeptisch gegenüberstehen.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Manche Bedenken beruhen auf persönlichen Erfahrungen oder den eigenen Lebensumständen, andere auf Unsicherheiten bezüglich der Technik und ihrer langfristigen Entwicklung.
Einige dieser Fragen lassen sich durch die Wahl eines passenden Fahrzeugs und eine gute Ladeinfrastruktur lösen. Andere bleiben Faktoren, die bei einer Kaufentscheidung berücksichtigt werden müssen.

1. Reicht die Reichweite für den eigenen Alltag?
Die Reichweite gehört zu den häufig diskutierten Themen rund um Elektroautos.
Viele Menschen möchten sicher sein, dass sie mit ihrem Fahrzeug nicht nur ihre täglichen Wege, sondern auch längere Strecken problemlos zurücklegen können.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die tatsächliche Reichweite eines Elektroautos von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird.
Neben der Größe der Batterie spielen insbesondere die Geschwindigkeit, die Außentemperatur, die Streckenführung und der Einsatz von Heizung oder Klimaanlage eine Rolle.
Bei niedrigen Temperaturen kann die Reichweite beispielsweise geringer ausfallen als unter günstigen Bedingungen im Sommer.
Für den täglichen Arbeitsweg, Einkäufe und andere regelmäßige Fahrten ist die Reichweite vieler moderner Elektroautos ausreichend. Wer lange Strecken zurücklegen möchte, muss dagegen möglicherweise Ladepausen einplanen.
Die entscheidende Frage lautet daher weniger, wie weit ein Elektroauto unter idealen Bedingungen fahren kann, sondern ob seine tatsächliche Reichweite zum persönlichen Fahrprofil passt.
2. Wie gut funktioniert das Laden auf längeren Strecken?
Neben der Reichweite ist auch die Ladeinfrastruktur für viele Kaufinteressenten ein wichtiges Thema.
Während das Laden zu Hause häufig unkompliziert ist, müssen sich Autofahrer bei längeren Reisen auf öffentliche Ladestationen verlassen können.
Besonders entlang viel befahrener Autobahnen stehen Schnellladestationen zur Verfügung, an denen sich geeignete Elektroautos innerhalb einer vergleichsweise kurzen Pause wieder aufladen lassen.
Wie lange ein Ladevorgang tatsächlich dauert, hängt jedoch von der Ladeleistung der Station, der Ladetechnik des Autos, dem Ladezustand und der Temperatur der Batterie ab.
Auch die Verfügbarkeit von Ladestationen kann regional unterschiedlich ausfallen.
Hinzu kommen verschiedene Anbieter, Tarifmodelle und Bezahlmöglichkeiten. Wer regelmäßig öffentliche Ladesäulen nutzt, sollte sich deshalb mit den jeweiligen Konditionen vertraut machen.
Auf längeren Urlaubsfahrten kann eine gute Routenplanung hilfreich sein. Moderne Elektroautos unterstützen ihre Fahrer teilweise bereits durch integrierte Ladeplanung, die geeignete Ladestopps entlang der Strecke berücksichtigt.
Für viele Familien lassen sich diese Ladepausen mit ohnehin geplanten Pausen zum Essen, Ausruhen oder Bewegen verbinden.
Dennoch bleibt das Laden ein Unterschied zum klassischen Tanken. Wer häufig sehr lange Strecken ohne längere Unterbrechungen zurücklegen muss, sollte prüfen, ob die benötigten Ladezeiten mit den eigenen Anforderungen vereinbar sind.

3. Sind Elektroautos in der Anschaffung zu teuer?
Auch der Kaufpreis kann einer Entscheidung für ein Elektroauto im Weg stehen.
Obwohl inzwischen Elektrofahrzeuge in unterschiedlichen Preisklassen erhältlich sind, können vergleichbare Modelle mit rein elektrischem Antrieb in der Anschaffung weiterhin teurer sein als bestimmte Benzin- oder Dieselfahrzeuge.
Besonders bei Fahrzeugen mit großen Batterien und hoher Reichweite kann der Kaufpreis eine erhebliche Rolle spielen.
Demgegenüber stehen mögliche Einsparungen bei Energie- und Wartungskosten.
Für einen realistischen Vergleich sollten deshalb nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die voraussichtlichen Gesamtkosten über mehrere Jahre berücksichtigt werden.
Wer ein Elektroauto überwiegend zu Hause günstig laden und über viele Jahre nutzen kann, hat möglicherweise andere finanzielle Voraussetzungen als jemand, der hauptsächlich auf teure öffentliche Schnellladestationen angewiesen ist.
Auch gebrauchte Elektroautos können eine interessante Alternative sein. Hier sollten jedoch neben dem Kaufpreis auch der Zustand der Batterie, die verbleibende Herstellergarantie und die technischen Eigenschaften des Fahrzeugs berücksichtigt werden.
4. Wie lange hält die Batterie eines Elektroautos?
Eine weitere häufige Sorge betrifft die Lebensdauer der Antriebsbatterie.
Da sie zu den teuersten Komponenten eines Elektroautos gehört, fragen sich viele Kaufinteressenten, ob nach einigen Jahren ein kostspieliger Austausch erforderlich werden könnte.
Grundsätzlich unterliegen auch moderne Antriebsbatterien einer Alterung. Im Laufe der Zeit und durch die Nutzung kann ihre tatsächlich verfügbare Speicherkapazität abnehmen.
Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt unter anderem von der Batterietechnologie, dem thermischen Management, dem Ladeverhalten und den Nutzungsbedingungen ab.
Ein gewisser Kapazitätsverlust bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Batterie ausgetauscht werden muss. Häufig kann ein Elektroauto auch mit einer geringeren verbleibenden Batteriekapazität weiterhin problemlos genutzt werden.
Viele Hersteller bieten zudem gesonderte Garantien auf ihre Hochvoltbatterien an. Die jeweiligen Bedingungen und garantierten Kapazitätsgrenzen unterscheiden sich allerdings zwischen den Herstellern und Modellen.
Insbesondere beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos kann es sinnvoll sein, den Zustand der Batterie überprüfen zu lassen.
5. Wie umweltfreundlich ist die Batterieproduktion wirklich?
Die Produktion von Elektroautobatterien wird ebenfalls regelmäßig diskutiert.
Für die Herstellung werden je nach Batterietechnologie Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt und Graphit benötigt. Deren Gewinnung und Verarbeitung können mit Umweltbelastungen sowie sozialen Herausforderungen verbunden sein.
Auch die energieintensive Herstellung der Batteriezellen beeinflusst die Klimabilanz eines Elektroautos.
Gleichzeitig entwickeln Hersteller unterschiedliche Batterietechnologien weiter. Einige kommen beispielsweise ohne Kobalt und Nickel aus.
Darüber hinaus gewinnt das Recycling von Antriebsbatterien an Bedeutung, da wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und erneut für die Batterieproduktion genutzt werden können.
Es wäre deshalb zu einfach, Elektroautos grundsätzlich als vollkommen umweltfreundlich oder als grundsätzlich umweltschädlich einzuordnen.
Entscheidend ist die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus. Auch die Gewinnung, Verarbeitung und Verbrennung fossiler Kraftstoffe verursacht Umweltbelastungen, die bei einem Vergleich der verschiedenen Antriebsarten berücksichtigt werden müssen.
Elektroauto oder Hybrid: Welcher Antrieb passt besser zum eigenen Alltag?
Die Neuzulassungszahlen für das Jahr 2025 zeigen, dass nicht alle Menschen beim Fahrzeugkauf unmittelbar auf einen rein elektrischen Antrieb setzen.
Mit einem Anteil von 42,4 Prozent waren Hybridfahrzeuge bei den Neuzulassungen in der Europäischen Union besonders stark vertreten.
Für manche Käufer können Hybridfahrzeuge eine Möglichkeit sein, elektrische Antriebstechnik zu nutzen und gleichzeitig die gewohnten Tankmöglichkeiten eines Verbrenners beizubehalten.
Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Hybridtechnologien deutlich voneinander.
Ein klassischer Vollhybrid benötigt keine externe Lademöglichkeit. Seine Batterie wird unter anderem durch die Energierückgewinnung beim Bremsen und über den Verbrennungsmotor geladen.
Ein Plug-in-Hybrid verfügt dagegen über eine größere Batterie, die zusätzlich an einer externen Stromquelle aufgeladen werden kann. Je nach Modell lassen sich damit bestimmte Strecken rein elektrisch zurücklegen.
Um die Vorteile eines Plug-in-Hybrids im Alltag möglichst gut zu nutzen, ist regelmäßiges externes Laden wichtig. Wird das Fahrzeug hauptsächlich mit seinem Verbrennungsmotor betrieben, können die tatsächlichen Verbrauchswerte deutlich von den unter bestimmten Prüfbedingungen ermittelten Angaben abweichen.
Ein reines Elektroauto verzichtet dagegen vollständig auf einen Verbrennungsmotor und ist für seinen Antrieb ausschließlich auf elektrische Energie angewiesen.
Welche Technologie zum eigenen Alltag passt, hängt letztlich von den persönlichen Anforderungen, den vorhandenen Lademöglichkeiten und den individuellen Vorlieben ab.
Die Zukunft der Mobilität: Elektroautos werden zunehmend alltäglich
Die Zahlen des Jahres 2025 zeigen, dass die Elektromobilität auf dem europäischen Neuwagenmarkt einen wichtigen Platz eingenommen hat.
Ein Anteil von 17,3 Prozent rein elektrischer Pkw an allen Neuzulassungen bedeutet, dass sich bereits eine beträchtliche Zahl von Neuwagenkäufern für einen vollständig elektrischen Antrieb entscheidet.
Gleichzeitig verdeutlicht der hohe Anteil der Hybridfahrzeuge, dass der Übergang zu elektrifizierten Antrieben auf unterschiedlichen Wegen stattfindet.
Für die weitere Entwicklung der Elektromobilität werden insbesondere die Anschaffungskosten der Fahrzeuge, die Verfügbarkeit geeigneter Lademöglichkeiten, technische Fortschritte und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle spielen.
Auch die persönlichen Erfahrungen der Autofahrer können dazu beitragen, wie sich die Einstellung gegenüber Elektroautos entwickelt.
Wer beispielsweise die Möglichkeit hat, sein Fahrzeug bequem zu Hause aufzuladen, nimmt die Elektromobilität im Alltag möglicherweise anders wahr als jemand, der ausschließlich auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist.
Zugleich können positive Erfahrungen mit dem leisen Fahrverhalten, der direkten Beschleunigung oder den laufenden Kosten dazu führen, dass Elektroautos bei einem zukünftigen Fahrzeugwechsel stärker berücksichtigt werden.
Fazit: Elektromobilität ist längst mehr als ein Zukunftsthema
Mit einem Anteil von 17,3 Prozent an den Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union erreichten reine Elektroautos im Jahr 2025 einen neuen Höchststand.
Die Zahlen zeigen, dass elektrische Antriebe für viele Menschen bereits eine praktische Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor darstellen.
Dabei sprechen unterschiedliche Argumente für den Umstieg: ein komfortables Fahrgefühl, die Möglichkeit zum Laden zu Hause, potenziell niedrigere laufende Kosten und eine günstigere Klimabilanz über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus.
Gleichzeitig bleiben Fragen zur Reichweite, zur Ladeinfrastruktur, zum Anschaffungspreis und zur Lebensdauer der Batterien wichtige Faktoren bei der Kaufentscheidung.
Ein Elektroauto muss deshalb nicht für jeden Autofahrer gleichermaßen geeignet sein. Wer jedoch ein Fahrzeug findet, das zu den eigenen Bedürfnissen und Lademöglichkeiten passt, kann die Vorteile der Elektromobilität bereits heute im Alltag nutzen.
Die Entwicklung der Neuzulassungen macht deutlich: Elektroautos sind kein Nischenprodukt mehr. Sie sind zu einem festen Bestandteil des europäischen Automarktes geworden.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung zum europaweiten autofreien Tag auf Grundlage von Ergebnissen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union im Jahr 2025. Die ergänzenden Erläuterungen zu Vorteilen, Bedenken und Alltagstauglichkeit der Elektromobilität dienen der allgemeinen Einordnung.
Titelbild:© Adobe Stock / hurricanehank
